Obwohl die Unterstützer des Bürgerbegehrens ganz bewusst auf Plakatierungsaktionen und auf das flächendeckende Verteilen von Flugblättern verzichtet haben und trotz des mit krimineller Energie betriebenen Diebstahls von ausgefüllten Unterschriftslisten – von insgesamt 3.250 Eintragungen auf 401 Listen sind 2.934 gültig – 139 mehr als notwendig gewesen wären.

Nach Aussage der Stadtverwaltung, die die insgesamt 3.250 Eintragungen „sehr, sehr sorgfältig“ geprüft haben will, mussten 316 Eintragungen gestrichen werden: 259 Eintragungen waren angeblich ungültig, 57 konnten nicht über das Melderegister erfasst werden.

Achim Henkel, einer der beiden Hauptinitiatoren des Bürgerbegehrens hat gegenüber der Presse erklärt:

„Wir haben erreicht, was wir wollten, der Bürgerentscheid kommt. Jetzt haben die Bürger die Möglichkeit, selbst über die Zukunft ihrer Stadtwerke zu entscheiden. Das ist ein Stück gelebter Demokratie.“

Wird der Rat in seiner Sitzung am 09. Juli 2008 die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens feststellen, ihm aber nicht beitreten, dann wird es innerhalb von drei Monaten zu einem Bürgerentscheid kommen, zu dem alle wahlberechtigten Hildenerinnen und Hildener zur Stimmabgabe aufgerufen werden. Die Stadtverwaltung plant, die Stadt nicht in 22 Stimmbezirke wie zu einer Kommunalwahl einzuteilen, sondern lediglich zehn Stimmlokale einzurichten.

Ein Ratsbürgerentscheid, den die „Bürgeraktion Hilden“, unterstützt von den Grünen, am 13. Februar 2008 im Rat beantragt hatte, war von CDU, SPD, FDP und dUH abgelehnt worden.